Freitag, 8. Januar 2021
In eigener Sache
Dienstag, 29. Dezember 2020
Done and dusted #Brexit
Huge relief for Britain. Huge triumph for Boris. All the doom mongers have been proven wrong. As everyone is fed up with this subject after four gruesome years, here are – for the very last time – a few words on the dreaded subject #Brexit written from German perspective.
By the way: We Germans gladly take the credit for having rescued the deal – however Merkel's role tends to be overestimated. She remained astoundingly hands off in this whole affair. Apparently Her Majesty's Ambassador in Berlin, Sir Sebastian Wood, had asked several times for a meeting with the Chancellor's EU-policy adviser and was rebuffed every time. Then again: Frau Merkel's style of governing is not famed for its' transparency. Her modus operandi is invisible. Furthermore, there is no denying that German EU diplomacy (and possibly even the personal rapport between BJ and UvdL) played a role in making the French climb down from some of their more ambitious demands.
If you ask me, to the largest extent this success is due to the fact though that Brussels was faced with a credible Brexiteer PM whose determination to walk away from the talks remained real until the very last moment, a PM with an overwhelming majority in the Commons, someone they could not push around like his predecessors. All this plus the determination of the UK negotiating team headed by the remarkable Sir David Frost.
So here it is: My last piece ever on #Brexit. It is in German, so shove it through GoogleTranslate, you will get the gist of it. And here is another one for the Daily Mail on why it took a flamboyant disrupter to end years – no decades – of agony about if and how the UK should be part of the European project. Finally, there is certainty and we can turn our attention to more pressing matters.
Below you find my lead editorial in today's BILD blowing Boris's trumpet.
Here is a rough translation:
World history has just happened in the shadow of the Corona crisis. Britain’s Prime Minister Boris Johnson, often ridiculed by our opinionated elite as a juggler and joker, has led his country out of the EU. And that without being forced into economic self-mutilation.
For years, all supposedly sensible pundits have told us that Brexit will mean doom for Britain. Now they have to eat their words.
What does that tell us?
Two things: politicians like Johnson who don't fit into the technocrat’s grit are those who sometimes are able to make the impossible possible. Just because someone has tangled hair, wears funny ties, and speaks the language of the regulars doesn't mean they can't be a statesman of historic importance.
The second thing: Let us remain skeptical when doom mongers predict that everything will go down the drain if we do not listen to them at once. They are almost always wrong.
Montag, 14. Dezember 2020
Samstag, 5. Dezember 2020
In Memoriam Carl Laszlo
Es ist so schön, dass Carl Laszlo (1923-2013) und sein "Ferien am Waldsee" endlich die verdiente Aufmerksamkeit zukommt.
Nachdem der Wiener Standard und die von ihm zu Lebzeiten täglich gelesene Zeitung seiner letzten Heimatstadt, Basel, die Wiederauflage seines Buches vergangene Woche schon gewürdigt hat und nachdem Hans Ulrich Obrist (der Chef der Serpentine Galleries in London) in seiner Kolumne im Magazin des Zürcher Tages-Anzeiger auf die Wichtigkeit von "Ferien am Waldsee" hingewiesen hat, hat Alex Rühle in der Süddeutschen Zeitung nun nachgelegt. Fast eine ganze Seite. Mit einem wunderbaren Foto von Andreas Baier.
Mehr Baier-Fotos von Carl gibt es hier zu sehen. Dieses hier hat Baier 1988 bei der Art Basel aufgenommen.
Wir sitzen hier an Carls Stand auf der Kunstmesse, im Hintergrund viel Thilo Maatsch und zwei Büsten von William Wauer. Carl Laszlo hatte zwar für den Kunst-Zirkus schon damals nur Spott übrig, behielt sich als Mitgründer der Art aber vor, seinen kleinen, sehr gut platzierten Eckstand zu behalten. Ich war damals 19 Jahre alt, machte in England gerade meine A-Levels und besuchte Carl in Basel.Für Interessierte: Auf YouTube zu finden ist eine 30-Minuten-Doku über Karcsi, wie wir ihn nannten (ausgesprochen Kor-tschi), gemacht von der Regisseurin Edith Jud, ausgestrahlt wurde sie im Jahr 2000 bei 3sat.
Hier der Link zu dem Buch "Ferien am Waldsee", das dank dem Wiener Verleger Albert Eibl nun endlich wieder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich ist.
Hier spricht, wie Rühle in der SZ schreibt, "eine sehr eigene Stimme und man kann nur hoffen, dass sie gerade in ihrer merkwürdigen Eigenartigkeit diesmal wirklich hörbar wird."
Samstag, 19. September 2020
Ist Kirche gefährlicher als Puff?
Was die Corona-Schutzmaßnahmen anbetrifft schon.
Hier noch der Link zum Institut St. Philipp Neri, dessen Propst im BILD-Artikel erwähnt ist.
Und der Link St. Clemens in Berlin, in deren Kirchenbänken ich in dem Video flüstere.
Sonntag, 6. September 2020
Über den Umgang mit Andersdenken
Der scheinbar überlegene Ton, den manch aufgeklärt-progressive Großstadtmenschen an den Tag legen, wenn sie über die "armen Irren" aus der Provinz sprechen, die sich gegen viele der Corona-Maßnahmen auflehnen, ist deplatziert und streng genommen ebenfalls eine Form von "Rassismus", jedenfalls eine Form von Geringschätzung Andersartiger.
Das Amalgam, das sich neulich zum Teil abstruse Theorien verbreitend durch Berlins Straßen schob als "Rechtsradikale, Reichsbürger und Verschwörungstheoretiker" abzutun, ist leicht zu entkräftender Schwachsinn. Ein erstaunlich großer Anteil der genervten Bürger besteht wohl auch aus dem, was Dirk Schümer "Narrensaum der grünen Bewegung" nennt, darunter Impfgegner und Veganer, Mobilfunkhasser, libertäre Grasraucher, Globalisierungsfeinde, Wachstumskritiker, Esoteriker, Hare Krishna-Jünger und einfach trotzige Schwaben, denen unserem Treiben in der Großstadt suspekt ist.
Auch ich mache mich gelegentlich über Leute lustig, die Kristalle in ihr Wasser legen, damit es mit irgendwelchen Energien auflädt und von Leuten, die auf Bachblüen-Therapien würde ich mir wahrscheinlich auch nicht die Welt erklären lassen und ja, manche der Aufschriften auf den Plakaten bei der Corona-Demo in Berlin waren irrsinnig bis verstörend, aber man sollte sich dafür hüten, die Leute, die da ihrem diffusen Unbehagen Luft verschafften, verächtlich zu machen und zu verhöhnen, wie es in aufgeklärt-urbanen Kreisen zum guten Ton zu hören scheint.
Wer sich je mit der Geschichte des Rassismus beschäftigt, wird übrigens darauf stoßen, dass die anthropologische Rassentheorie, zu der auch der rassistische Antisemitismus gehört, zunächst auf das eigene Volk gerichtet war. In Frankreich war zum Beispiel lange die Mentalität verbreitet, der Adel sei germanischer Ankunft, während das rebellierende Volk von den unterworfenen Kelten abstamme. Die Verachtungslinien verliefen also mitten durch die eigene Bevölkerung. Selbst ein Walter Rathenau, 1922 Außenminister der Weimarer Republik, ein hoch geachteter Liberaler, sprach in einer Schrift aus dem Jahr 1912 noch darüber, dass auch in Deutschland seit der Völkerwanderzeit eine dünne germanische "Herrenschicht" über eine Majorität minderwertiger Ureinwohner geherrscht habe.
Sitzt die "Herrenschicht" heute am Prenzlauer Berg und in München Schwabing und schaut gönnerhaft bis verächtlich auf die unaufgeklärten Massen aus der Provinz herab?
Es scheint oft so. Jedenfalls täten wir gut daran, in puncto Vokabular ein wenig abzurüsten. Auf beiden Seiten. Dass "das Establishment" in der Regel immer verächtlich auf neuartige Prostestbewegungen reagiert und diese dann mit ein paar Jahren Abstand oft ganz anders bewertet werden, daran erinnere ich in diesem kurzen Video.
Freitag, 4. September 2020
Talk of the Town (in Budapest that is)
Die Magyar Nemzet – die einzige Zeitung, die man in Ungarn in kommunistischen Zeiten lesen konnte und heute Zentralorgan der konservativen Mitte in den Kaffeehäusern ist – hat ein hübsches Interview mit mir gebracht. Anlass ist der miserable Zustand der von meinem Ur-ur-Urgroßvater erbauten Kettenbrücke.










