Bevor wir nun zur Treibjagd blasen:
Sollten wir nicht überlegen, ob eine Steuergesetzgebung, die sogar integre Menschen wie Uli Hoeness dazu veranlasst, Geld im Ausland zu bunkern, unserem Land schadet?
Just a thought.
Ich melde mich heute wegen etwas ganz anderem.
Meine liebe Schwester Maya fragte mich, was ich eigentlich bei BILD so treibe. Ich sagte ihr, dass ich hier herrliche Freiheiten habe – quasi über alles schreiben darf.
Als Beispiel nannte ich ihr einen Artikel zum Thema Schlaf neulich, in dem ich mich zum Mittagsschläfchen im Büro bekannt habe.
Hier ist er, zum nachlesen.
Sonntag, 21. April 2013
Dienstag, 16. April 2013
Treue? Klar, machen wir!
Neulich hab ich für BILD einen etwas wohlfeilen Artikel zum Thema Treue verfasst. Das Apropos waren diverse Trennungsfälle im deutschen Showbiz. Leider hab ich versäumt, die Causa Bettina Wulff zu erwähnen (und die augenscheinliche Unverbindlichkeit des In-guten-wie-in-schweren-Tagen-Versprechens). Egal. Erfreulicherweise gab es sehr freundliche Resonanz, darunter Leserbriefe wie der hier unten.
Soll ich auf diesen hier mit einer Mail antworten und ("ich bin zwar verheiratet, aber egal...") Jessica fragen, ob wir uns mal zu einer Tasse Kaffee treffen können?
Just kidding!
Danke, Jessica.
Soll ich auf diesen hier mit einer Mail antworten und ("ich bin zwar verheiratet, aber egal...") Jessica fragen, ob wir uns mal zu einer Tasse Kaffee treffen können?
Just kidding!
Danke, Jessica.
Freitag, 12. April 2013
Wer hat heute the sexiest Feuilleton?
A) Die FAZ mit einem Stück von Jürgen Kaube über eine fragwürdige Statistik der Kinderhilfsorganisation der Vereinten Nationen?
B) Die NZZ, die heute feststellt, wie wichtig Maggie Thatcher war?
C) Die Süddeutsche mit ihrem gelehrten Stück über den gelungenen Umbau des Rijksmuseums in Amsterdam?
D) Die WELT, in der der Soziologe Wolf Lepenies à propos Ham 'n' Cheese Crackers über die amerikanische Gesellschaft philosophiert? You got it! Here it is:
Donnerstag, 11. April 2013
Medienklatsch und Slow Sex
Heute ist in BILD ein kurzer Text von mir erschienen.
Thema: die derzeit steife Brise in Hamburgs Blätterwald.
Es ist nicht so sehr der Beitrag selbst, auf den ich aufmerksam möchte – es liegt mir daran, meine Dankbarkeit dafür zum Ausdruck zu bringen, dass BILD mir die Möglichkeit eröffnet, kleine "Feuilletons" (wörtl. Blättchen) zu verfassen.
Solche journalistischen Formen gehören ja nicht zum Kerngeschäft des Boulevards. Umso mehr macht es Spaß, damit zu experimentieren. Marion Horn, einer der Chefs bei BILD, hat für mich das Kolumnenformat "Smalltalk" erfunden – das gibt mir die Gelegenheit, immer mal wieder ein wenig chit-chat ins Blatt zu schmuggeln, der ohne die für den Boulevard essentiellen Grundingredienzien Sex & Crime auskommt.
Um mich für diese Möglichkeit zu bedanken, revanchiere ich mich (siehe zweites Beispiel unten) dann aber auch gelegentlich mit Textchen, bei denen es dann doch um SEX geht.
Man soll die Hand, die einen füttert schließlich bei Laune halten.
Hier der "Smalltalk" von heute:
Und hier der von neulich:
Mittwoch, 10. April 2013
Presseschau
Das Stück, das ich gern geschrieben hätte, hat Alan Posener heute in der WELT gebracht.
Er erklärt ziemlich genau, warum Maggie Thatcher ideologisch näher an Marx war als an Churchill. Bitte hier lesen!
Warum die Thatcher wiederum – zum Teil auch von recht vernünftigen Leuten – verehrt wurde, erklärt Niall Ferguson in der New York Times unter der passenden Überschrift "Punk Savior".
Und in der g2-Beilage des Guardian steht heute ein sehr amüsanter Text, in dem Philip Hensher spekuliert, wie Großbritannien heute denn aussehen würde, wenn Maggie Thatcher 1979 nicht an die Macht gekommen wäre. Der passende Soundtrack zur Lektüre von Henshers Stück? Natürlich das hier von Klaus Nomi!
Er erklärt ziemlich genau, warum Maggie Thatcher ideologisch näher an Marx war als an Churchill. Bitte hier lesen!
Warum die Thatcher wiederum – zum Teil auch von recht vernünftigen Leuten – verehrt wurde, erklärt Niall Ferguson in der New York Times unter der passenden Überschrift "Punk Savior".
Und in der g2-Beilage des Guardian steht heute ein sehr amüsanter Text, in dem Philip Hensher spekuliert, wie Großbritannien heute denn aussehen würde, wenn Maggie Thatcher 1979 nicht an die Macht gekommen wäre. Der passende Soundtrack zur Lektüre von Henshers Stück? Natürlich das hier von Klaus Nomi!
Dienstag, 9. April 2013
Margaret Thatcher (1925-2013)
Höre seit gestern viel BBC Radio 4.
Faszinierend wie unverhohlen der verstorbenen Premierministerin im "Staatsfunk" hinterher geschimpft, quasi ins Grab gespuckt wird.
Interessant auch, wie die Arbeiter- und die Oberklasse (wie so oft) so vollkommen einig in der Ablehnung von allem war und ist, für das Thatcher stand. Wie eine Halbgöttin verehrt wurde und wird sie hingegen von den Gewinnern des Klassenkampfes:
der Mittelklasse, "den Middletons".

Blättere, um mich an meine sorgsam gepflegten Ressentiments zu erinnern, seit gestern immer wieder in "Dancing with Dogma" - die brillante Abrechnung mit dem Thatcherismus eines ihrer Erzfeinde, des 2004 verstorbenen alt-konservativen Ministers Ian Gilmour. Das Buch hat mir kurz nach Thatchers Sturz Gilmours Sohn Oliver geschenkt.
Faszinierend wie unverhohlen der verstorbenen Premierministerin im "Staatsfunk" hinterher geschimpft, quasi ins Grab gespuckt wird.
Interessant auch, wie die Arbeiter- und die Oberklasse (wie so oft) so vollkommen einig in der Ablehnung von allem war und ist, für das Thatcher stand. Wie eine Halbgöttin verehrt wurde und wird sie hingegen von den Gewinnern des Klassenkampfes:
der Mittelklasse, "den Middletons".
Zu ihrem Sturz (1990) bin ich damals eigens nach London gereist, hatte mich ins Duke's Hotel in Mayfair eingemietet (those were the days!), um die spektakuläre Palastrevolte live am Fernsehen mitzuverfolgen und "Thatcher's Downfall"-Partys zu feiern.
Thatcher selbst (und ihrem missratenen Sohn Mark) bin ich einmal mit meinem Onkel Rudi in Marbella begegnet. Sie war da zwar schon dement, ein Schatten ihrer selbst, aber immer noch "a towering figure", wie man in den "old boy networks" sagen würde, die ihr im gegenseitigen Hass eng verbunden waren.

Blättere, um mich an meine sorgsam gepflegten Ressentiments zu erinnern, seit gestern immer wieder in "Dancing with Dogma" - die brillante Abrechnung mit dem Thatcherismus eines ihrer Erzfeinde, des 2004 verstorbenen alt-konservativen Ministers Ian Gilmour. Das Buch hat mir kurz nach Thatchers Sturz Gilmours Sohn Oliver geschenkt.
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