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Montag, 8. Oktober 2018
Hamburg strahlt
Hamburg ist schon eine verdammt schöne Stadt. Bin gestern mit dem Zug dorthin, strahlendes Wetter, nach einem Radio-Interview bei NDR Klassik (für das ich mir ein paar Musikstücke wünschen durfte) an der feinen Rothenbaumchaussee ein Spaziergang durch Harvestehude und Pöseldorf, Häuser von einer Schönheit, die geradezu ergreifend ist, vorbei an der alten Onassis-Villa zur Alster. Dann ein Tee im alten Reichshof (jetzt ein Hilton), später noch ein Auftritt beim NDR, diesmal in der Show der entzückenden früheren Washington-Korrespondentin Inka Schneider. Hier der Link zur Sendung. Danach mit dem Zug nach Berlin. Hier kommen die elegantesten Häuser im Grunewald nicht einmal gegen die Briefkästen der durchschnittlichsten Alster-Villa an.
Dienstag, 2. Oktober 2018
Donnerstag, 30. August 2018
Eh voilà! Mein Buch! #LässigerAnstand
Es ist da. Ab heute im Buchhandel! Übrigens auch als Hörbuch, gelesen vom großen Felix von Manteuffel, der zu seiner Lese- bzw. Vorleseerfahrung auch ein paar Gedanken auf YouTube geteilt hat.
Sonntag, 26. August 2018
Presseschau #LässigerAnstand
Der Countdown läuft. In wenigen Tagen ist man neues Buch erhältlich. Diese Zeitungen feuern die Vorfreude ein wenig an.
Und dann ist da noch ein Interview, das ich der "Mittelbayerischen Zeitung" gegeben habe. Hier ist es.
Dienstag, 7. August 2018
#Whatucando4yourcountry
Mein Beitrag zur Debatte über die Einführung eine Art sozialen Pflichtjahres für Schulabgänger in Deutschland:
Es handelt sich freilich um eine Scheindebatte. Veranlasst vor ein paar Tagen von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer.
"AKK", die kurzzeitig (insb. von internationalen Medien) als mögliche Merkel-Erbin gehandelte ehemalige saarländische Ministerpräsidentin, ist Merkels Sonderbeauftragter für heiße Luft, die die vedrossenen Seelen im konservativen Stamm-Milieu der Union Seelen wärmen soll.
Eine Pseudo-Debatte über etwas zu initiieren, das wissentlich von allen nennenswerten Entscheidern (allen voran ihrer Chefin) kategorisch abgelehnt wird und zudem eine Verfassungsänderung notwendig machen würde, nur um ein paar Sympathie-Punkte bei vergrätzten Stammwählern zu ergattern, ist nicht ganz redlich, aber sei's drum.
Wenigstens gibt es uns im Sommerloch Gelegenheit, zu einem tatsächlich vorhandenen gesellschaftlichen Defizit das Wort zu erheben. Ich spreche von der schwindenden Kohäsion der Gesellschaft. Heribert Prantl, den ich, glaube ich, noch nie zitiert habe, schreibt heute dazu in der SZ: "Man braucht Menschen, die wissen und erfahren haben, dass es eine Gesellschaft gibt und dass für deren Nöte nicht ein abstrakter Staat, sondern eine konkrete Gemeinschaft zuständig ist. (...) Die wirtschaftlichen Gegenargumente, die von Vergeudung von Lebenszeit fabulieren, kennt man schon. Solches Reden hat dazu geführt, dass die Schulzeit verkürzt und das Studium verschult wurde. So hat man den Egoismus gezüchtet. Das Pflichtjahr ist ein Anti-Egoismus-Jahr." Exactement!
Das Problem:
Artikel 12 Grundgesetz.
Niemand darf zu einer Arbeit verpflichtet werden, außer – und da hatten die Verfassungsväter vor allem Bauern im Blick, die früher in Notlagen ihre Fuhrwerke und Arbeitskraft der Gemeinschaft zur Verfügung stellten – im Rahmen "einer herkömmlichen Dienstleistungspflicht für alle". Herkömmlich im Sinne von, erlaubt ist, was auch schon früher Usus war. Das wäre ein soziales Pflichtjahr nicht. Und um auch nur ein klitzekleines Wörtchen wie "herkömmlich" im GG zu ändern, bedarf es einer 2/3-Mehrheit im Bundestag. Wie gesagt, das wusste AKK, die Scheindebattenbeauftragte im Konrad-Adenauer-Haus.
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| BILD, 7. August 2018 |
Es handelt sich freilich um eine Scheindebatte. Veranlasst vor ein paar Tagen von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer.
"AKK", die kurzzeitig (insb. von internationalen Medien) als mögliche Merkel-Erbin gehandelte ehemalige saarländische Ministerpräsidentin, ist Merkels Sonderbeauftragter für heiße Luft, die die vedrossenen Seelen im konservativen Stamm-Milieu der Union Seelen wärmen soll.
Eine Pseudo-Debatte über etwas zu initiieren, das wissentlich von allen nennenswerten Entscheidern (allen voran ihrer Chefin) kategorisch abgelehnt wird und zudem eine Verfassungsänderung notwendig machen würde, nur um ein paar Sympathie-Punkte bei vergrätzten Stammwählern zu ergattern, ist nicht ganz redlich, aber sei's drum.
Wenigstens gibt es uns im Sommerloch Gelegenheit, zu einem tatsächlich vorhandenen gesellschaftlichen Defizit das Wort zu erheben. Ich spreche von der schwindenden Kohäsion der Gesellschaft. Heribert Prantl, den ich, glaube ich, noch nie zitiert habe, schreibt heute dazu in der SZ: "Man braucht Menschen, die wissen und erfahren haben, dass es eine Gesellschaft gibt und dass für deren Nöte nicht ein abstrakter Staat, sondern eine konkrete Gemeinschaft zuständig ist. (...) Die wirtschaftlichen Gegenargumente, die von Vergeudung von Lebenszeit fabulieren, kennt man schon. Solches Reden hat dazu geführt, dass die Schulzeit verkürzt und das Studium verschult wurde. So hat man den Egoismus gezüchtet. Das Pflichtjahr ist ein Anti-Egoismus-Jahr." Exactement!
Das Problem:
Artikel 12 Grundgesetz.
Niemand darf zu einer Arbeit verpflichtet werden, außer – und da hatten die Verfassungsväter vor allem Bauern im Blick, die früher in Notlagen ihre Fuhrwerke und Arbeitskraft der Gemeinschaft zur Verfügung stellten – im Rahmen "einer herkömmlichen Dienstleistungspflicht für alle". Herkömmlich im Sinne von, erlaubt ist, was auch schon früher Usus war. Das wäre ein soziales Pflichtjahr nicht. Und um auch nur ein klitzekleines Wörtchen wie "herkömmlich" im GG zu ändern, bedarf es einer 2/3-Mehrheit im Bundestag. Wie gesagt, das wusste AKK, die Scheindebattenbeauftragte im Konrad-Adenauer-Haus.
Mittwoch, 11. Juli 2018
Was ist #Souveränität?
Wer verstehen will, wo unter den konservativen Söhnen Albions die Risslinie zwischen Pragmatikern und "hard-Brexit"-Befürwortern liegt, muss diesen Artikel meines alten Freundes Andrew Gimson auf "Conservative Home" lesen, der für die Tories maßgebenden Internet-Seite.
Er fängt mit dem ur-alten, schon 1066 die Spreu von Weizen trennenden Konflikt zwischen "the Cavaliers (Wrong but Wromantic) and the Roundheads (Right but Repulsive)" an und fokussiert dann direkt auf den Kern der Debatte.
Die Frage nämlich, was in einer globalisierten, interdependenten Welt "Souveränität" überhaupt noch bedeutet. Ich erinnere mich an einen hochinteressanten Vortrag von Alt-Bundespräsident Roman Herzog vor paar Jahren in Baden-Baden, in dem er sehr einleuchtend darlegte, dass Souveränität in der Moderne völkerrechtlich keine Realität mehr sei – wenn nicht so gar zu einer Fiktion geworden und eigentlich auf Fragen des Protokolls zusammengeschmolzen sei.
Gimson nennt aber zwei Punkte, in denen Souveränität sehr wohl real ist und genau hier liegt die Schmerzgrenze von Leuten wie Boris Johnson und Jacob Rees-Mogg:
... that there should be no taxation without representation, which in turn means the people who elect their representatives should be able to define the limits of who they are, by deciding who becomes a citizen.
Donnerstag, 5. Juli 2018
Grenzenlos
Aus aktuellem Anlass hier ein großartiger Artikel von Peter Hitchens in einer der zurückliegenden Ausgaben meiner Lieblingszeitschrift "First Things": In Praise of Borders.
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