Putin stellte sich dem ORF vor seinem Staatsbesuch in Österreich dem Anchorman der ZiB für ein knapp einstündiges Interview. Eingefädelt hatte das Gespräch die Moskauer Korrespondentin, Carola Schneider, der ORF hatte aber darauf bestanden, dass Anachorman Armin Wolf das Interview führt.
Wolf wirkte, finde ich, an manchen Stellen verdutzt, Putin erstaunlich präzise vorbereitet. Keine völlige Bauchlandung wie vor paar Jahren das Interview von WDR-Chef Jörg Schönenborn, aber auch nicht gerade ein Triumph für den österreichischen Kollegen. Der Wiener "Standard" beschied Wolf, keinen Treffer gelandet zu haben:
"Keine unangenehme Frage, die vom Befragten nicht umgehend infrage gestellt worden wäre, zumeist mit freundlich-mahnend zur Schau gestellter Ungeduld. Kein Ausfall, der nicht sofort pariert worden wäre. Highlight: 'Wenn Ihnen meine Antworten nicht gefallen, dann stellen Sie doch keine Fragen!'"
Hier das Video des Interviews.
Dienstag, 5. Juni 2018
Donnerstag, 24. Mai 2018
Meghan and the monarchy
Wer meine – aus mancher Sicht vermutlich rückständigen – Gedanken zur neugebackenen Herzogin von Sussex lesen möchte, der muss jetzt entweder bei einem gut sortierten Kiosk vorbeischauen oder ein Digitalabo der Weltwoche abschließen. Hot of the press:
Und hier noch eine Leseempfehlung zu dem Thema:
Der mit Abstand am besten geschriebene Text über die Hochzeit in Windsor ist gerade im New Yorker erschienen, verfasst vom englischen T.S. Eliot-Experten und Filmkritiker Anthony Lane. Hier ist er. Vergleiche ich seine Texte mit meinen, komme ich mir – um einen Vergleich aus erwähnten Artikel zu verwenden – vor, wie sich der brave Dekan der St. George's Chapel gefühlt haben muss, als Michael Curry, der Bischof der amerikanischen Episkopalkirche, bei der Trauung an der Kanzel stand ... "his demeanor was that of a man who, enjoying a gentle set at his local tennis club, suddenly realizes that Rafa Nadal has started practicing his overhead smashes on the adjacent court. As Harry is reported to have said, when first making the acquaintance of Meghan Markle, "I need to up my game."
Ich fand Currys Predigt umwerfend. Johannes Hartl wiederum (dessen Buch "Gott ungezähmt" ich verschlungen habe) nennt sie in der Tagespost "eine Predigt mit Schwächen", hier sein Text.
By the by:
It's mad, it's gay,
the lovely month of May,
where everyone throws
self-control away!
Christian Kracht hat mich früher immer mal wieder gebeten, ihm diesen Vers zu rezitieren. Muss gerade daran denken und mache mich jetzt an die Lektüre des Artikels von Ijoma Mangold in der ZEIT, in dem er die Frage stellt, ob Christians Werk nach seiner Vorlesung an der Frankfurter Goethe-Universität, in der er von sexuellen Missbrauch in seiner Jugend erzählte, neu gelesen werden muss. Auch dafür braucht man ein Digital-Abo ... wobei Ihr die gedruckte Ausgabe wahrscheinlich ohnehin zur Hand habt.
Hier ein paar Worte dazu von Chefredakteur Roger Köppel:
Und hier noch eine Leseempfehlung zu dem Thema:
Der mit Abstand am besten geschriebene Text über die Hochzeit in Windsor ist gerade im New Yorker erschienen, verfasst vom englischen T.S. Eliot-Experten und Filmkritiker Anthony Lane. Hier ist er. Vergleiche ich seine Texte mit meinen, komme ich mir – um einen Vergleich aus erwähnten Artikel zu verwenden – vor, wie sich der brave Dekan der St. George's Chapel gefühlt haben muss, als Michael Curry, der Bischof der amerikanischen Episkopalkirche, bei der Trauung an der Kanzel stand ... "his demeanor was that of a man who, enjoying a gentle set at his local tennis club, suddenly realizes that Rafa Nadal has started practicing his overhead smashes on the adjacent court. As Harry is reported to have said, when first making the acquaintance of Meghan Markle, "I need to up my game."
Ich fand Currys Predigt umwerfend. Johannes Hartl wiederum (dessen Buch "Gott ungezähmt" ich verschlungen habe) nennt sie in der Tagespost "eine Predigt mit Schwächen", hier sein Text.
By the by:
It's mad, it's gay,
the lovely month of May,
where everyone throws
self-control away!
Christian Kracht hat mich früher immer mal wieder gebeten, ihm diesen Vers zu rezitieren. Muss gerade daran denken und mache mich jetzt an die Lektüre des Artikels von Ijoma Mangold in der ZEIT, in dem er die Frage stellt, ob Christians Werk nach seiner Vorlesung an der Frankfurter Goethe-Universität, in der er von sexuellen Missbrauch in seiner Jugend erzählte, neu gelesen werden muss. Auch dafür braucht man ein Digital-Abo ... wobei Ihr die gedruckte Ausgabe wahrscheinlich ohnehin zur Hand habt.
Donnerstag, 8. März 2018
Samstag, 6. Januar 2018
Dienstag, 26. Dezember 2017
Dienstag, 28. November 2017
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